Archiv für den Monat: April 2012

Datensicherung ROBOCOPY & WebDAV

Neben dem Vorbereiten und Hochladen der bereits angekündigten Anleitungen zur Konfiguration des Webservers möchte ich mich heute noch kurz mit zwei weiteren Überlegungen befassen. Diese haben sich durch zwei Probleme aus der letzten Woche ergeben und haben daher Priorität.

Zunächst geht es darum, die Datensicherung eines Anwenders zu ändern. Im Moment verwendet der Anwender eine externe Festplatte an seiner FritzBox als Datenspeicherort für alle Client-PC`s. Die FritzBox bietet hierzu eine NAS (Network Attached Storage)-Funktionalität. Dadurch wird gemeinsame Arbeit an den Dokumenten durch ein Netzlaufwerk ermöglicht. Datensicherheit wird bei dieser Lösung dadurch sichergestellt, dass die Daten aus dem gemeinsamen Ordner mit dem Strato „HiDrive“-Cloudspeicher synchronisiert werden. Auch dafür bietet das Menü der FritzBox eine entsprechende Funktion.

Das Problem bei dieser Lösung liegt darin, dass die Daten zwar an zwei Orten bereitgehalten werden und dadurch auf teure RAID-NAS verzichtet werden kann, jedoch ist die Performance des System leider nicht gegeben. Mitunter vergehen einige Minuten, bis das Netzlaufwerk angesprochen werden kann. Dadurch ergeben sich starke negative Einflüsse auf den Arbeitsablauf, welche nicht länger hingenommen werden können.

Analyse

Nach einem Gespräch mit den betroffenen Personen stellte sich heraus, dass ein gemeinsamer Zugriff auf die Dateien nur gelegentlich erforderlich ist. Hauptsächlich sei es wichtig, die Dokumente neben der lokalen Speicherung an einen weiteren Ort bereitzuhalten. Mein erster Gedanke, die Verwendung der Strato „HiDrive“-Software zum Abgleich eines lokalen Ordners mit der Datencloud wurde als unpraktikabel verworfen, da die Software bereits einmal im Einsatz war und durch zahlreiche Fehler negativ aufgefallen war. Somit musste ein neuer Lösungsansatz her…

Anforderungen

  • Daten sollen vom Nutzer lokal abgespeichert werden
  • Abgleich zwischen lokalen Speicherort und Cloudspeicher soll automatisch erfolgen
  • Auf die Daten im Cloudspeicher sollen weitere Nutzer zugreifen können

Lösungsansatz

  • Lokale Speicherung der Daten durch die Nutzer
  • ROBOCOPY um Dateien auf eine bereitgestellte Ressource zu sichern
  • Sicherung auf WebDAV-Ressource (Strato „HiDrive“ oder eigener Webserver)
  • Bereitstellung eines Interface um Zugriff auf die Dateien für andere Nutzer zu gewährleisten

Umsetzung

  • Programmierung eines Skriptes unter Verwendung der  ROBOCOPY-Befehle
  • Bereitstellung einer WebDAV-Ressource auf einem Microsoft Windows Server 2008 R2 mit IIS 7

Konzept

So kann die Umsetzung aussehen, wenn anstelle des Strato „HiDrive“-Speichers ein eigener Webserver verwendet wird.

Da ich die Umsetzung auf dieser Basis beschreiben werde, wird sich die Liste der Anleitungen für den Webserver erweitern.

Im nächsten Post geht es aber erstmal um die Programmierung der ROBOCOPY-Skripte.

Wofuer kann ein Webserver genutzt werden?

Wie bereits angekündigt, werden sich die nächsten Anleitungen mit allerlei Fragen rund um das Thema „Webserver“ beschäftigen. Um einen ersten Eindruck zu bekommen, welche Aufgaben mit Hilfe eines eigenen Webservers erledigt werden können, habe ich ein kleine Übersicht der Funktionen meines Servers erstellt. Dies gibt auch einen Ausblick auf den Fokus der Anleitungen, da es zunächst um die Einrichtung einer Basis für web-basierte Dienste gehen wird. Für jene Zwecke ist der IIS7-Webserver als Standardkomponente im Windows Web Server 2008-BS integriert. Um diesen auf die Anforderungen der dynamischen Inhalte vorzubereiten, sind einige zusätzliche Installationen notwendig. Die Installationsbeschreibung jener Komponenten schließt sich an die Vorbereitungsarbeiten an. Darüber hinaus sollten zusätzliche Schnittstellen für den Dateitransfer geschaffen werden. Mit Abschluss dieser vorbereitenden Maßnahmen geht es an die Installation und Konfiguration der eigentlichen Anwendungen.

Spannend wird mit Sicherheit die Konfiguration des OpenERP-Systems, da ich mir von diesem eine grossen Nutzen verspreche und hoffentlich ein guter Transfer in andere Bereiche möglich ist.

 

Auswahl Virtueller Server

Bevor mit der Konfiguration und Einrichtung eines Webservers begonnen werden kann, muss vom Anwender zunächst ein passendes Produkt ausgewählt werden. War vor einigen Jahr das Angebot noch überschaubar, gibt es heute ein Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten. Aus diesem Grund sollen die nun folgenden Absätze die Entscheidung vereinfachen.

Am Anfang der Auswahl sollte die Entscheidung über das Betriebssystem (BS) stehen. Zum Einsatz kommen mehrheitlich Linux-Distributionen, wobei dabei auf eine breite Palette von anwendungsspezifischen Varianten gewählt werden kann. Neben linux-basierten Webservern behauptet sich außerdem solche auf Microsoft Windows-Basis, wobei die Version 2003/2003 R2 und 2008/2008 R2 die weiteste Verbreitung besitzen. Für die linux-basierten Systeme sprechen die geringen Lizenzkosten und die vielen Möglichkeiten zur spezifischen Anpassung. Auch der gute Support durch eine Vielzahl freier Distributionen als auch kommerzieller Anbieter sprechen für dieses BS. Für die Windows-Lösung sprechen der professionelle Support und die geringe Umgewöhnung. Auch die Integration in die bestehende IT-Ausstattung kann ein ausschlaggebendes Kriterium für die Wahl sein.

1. Wahl des Betriebssystems

  • Microsoft Windows Server 2003/2008
  • Linux-Distribution

Begründung meiner Entscheidung: Wahl von Microsoft Windows Web Server 2008 als Betriebssystem, da ich als Windows-Nutzer nicht auf eine grafische Oberfläche nicht verzichten wollte und die Anwendung „Air Video Server“ für die Bereitstellung von Videomaterial an iOS-Endgeräte zum Zeitpunkt der Entscheidung (11/2011) nur für Microsoft-BS verfügbar war. Darüber hinaus war die gute Remotedesktop-Funktionalität und dessen Integration in andere Windows-BS simpel und einfach ist.

Mit der Wahl des BS verkleinert sich die Auswahl der möglichen Anbieter. Um hier eine weitere Filterung vorzunehmen, sollte an diesem Punkte eine Entscheidung über die Performance des Webserver getroffen werden. Angeboten werden heute in der Regel drei Typen:

2. Wahl des Servertyps

  • Root-Server
  • vServer
  • Managed Server
  • Colocation

Bei Root-Servern handelt es sich um physikalisch vorhandene Server, welche vom Anwender bei entsprechenden Anbietern auf bestimmte Zeit gemietet werden kann. Dabei wird der komplette Rechner überlassen, d.h. es steht zu jedem Zeitpunkt die Leistung zur Verfügung, welche die gewählte Hardware bereitstellen kann. vServer unterschieden sich von Root-Servern dahingegen, dass durch Installation von virtuellen Clients eine höhere Auslastung nach dem Leistungsbedarfsprinzip erreicht wird. Dem Anwender wird dabei garantiert, dass er eine bestimmte Grundleistung zur Verfügung gestellt bekommt, sich die Gesamtrechenleistung aber mit anderen Kunden teilen muss. Ähnlich verhält es sich bei Managed Servern, welche eine Variante der vServer darstellen. Bei diesen kann der Anwender flexibel zusätzliche Kapazitäten hinzubuchen, wenn die georderte Leistung nicht ausreichen sollte. Unter „Colocation“ wird die Möglichkeit verstanden, den eigene Server in den Räumen des Anbieters unterzubringen. Dabei stellt der Hoster die Infrastruktur zur Verfügung (Strom- und Netzwerkanbindung) und garantiert für die Ausfallsicherheit seitens der Räumlichkeiten (Notstrom, Brandüberwachung usw.), jedoch nicht für die Serverhardware.

Begründung meiner Entscheidung: Wichtig war mir eine kostengünstige Variante mit großem (Festplatten-) Speicherangebot.  Zum Zeitpunkt meiner Entscheidung gab es ein Aktion bei Strato, welche als Anstieg in den Betrieb eines eigenen Webservers eine vServer mit 50GB-Festplatte zum Preis von 10 €/Monat. Dieser Preis ist bis zum heutigen Tag gültig. Je nach gewünschter Hardwarekonfiguration gibt es eine Vielzahl von Anbietern, wobei ein wichtiges Kriterium mit Sicherheit auch die Vertragslaufzeit ist (Strato = 1 Monat).

Wie bereits aus der Begründung für die Auswahl des Servertyps hervorgeht, ist eine genaue Spezifizierung hinsichtlich der Leistungsdaten notwendig, um eine Entscheidung treffen zu können. Aus diesem Grund sollten ein paar Leitfragen vorab grob beantwortet werden:

  1. Sollen auf dem Server hauptsächlich rechenintensive Datenbankanwendungen mit eher geringen Festplattenspeicheranforderungen ausgeführt werden? Wenn ja, dann ist eine starke Prozessorleistung und ein großer Arbeitsspeicher notwendig.
  2. Sind die Anforderungen hinsichtlich der Rechenleistung eher gering und soll dafür ein große Menge an Daten gespeichert werden? Wenn ja, so ist eine hohe Festplattenkapazität erforderlich.
  3. Mit wie vielen Nutzern ist zu rechnen?
  4. Werden Leistungsspitzen nur vereinzelt auftreten oder ist mit einer durchgehend hohen Anforderung zu rechnen?

Jeder Anwender wird an dieser Stelle andere Anforderungen definieren, weshalb es ratsam ist, einen individuellen Fragenkatalog zusammenzustellen.

3. Spezifizierung der Leistungsanforderungen

4. Auswahl

Für professionelle Projekte ist sicherlich die Wahl eines Root-Servers ratsam, im privaten Gebrauch sollte ein vServer vorerst ausreichen.

Warum Strato Windows vServer S?

  • geringe monatliche Kosten
  • im Vergleich großer Festplattenspeicher
  • keine Setup-Gebühren
  • kurze Vertragslaufzeiten
  • Skalierung nach oben möglich

Konfiguration / Anwendungen Windows Virtual Server

Mit dem heutigen Tag startet eine Reihe von neuen Anleitungen, welche sich mit der Konfiguration und Einrichtung eines virtuellen Servers auf Microsoft Windows Server 2008 – Basis beschäftigen. Diese sollen als Grundstein für die Bereitstellung bestimmter Anwendungen dienen, welche im Anschluss in weiteren Tutorials beschrieben werden. Unter Verwendung unterschiedlicher Internetprotokolle sollen sie dem Nutzern die Möglichkeit bieten Dokumente zu speichern, Videodateien zu verwalten, Musik zu organisieren und hören sowie Daten auszutauschen. Darüber hinaus soll mit dieser Serie an die Entwicklung eines ERP-Systems angeknüpft werden.

Air Video fuer iOS

Seit längere Zeit verwende ich die iOS-App „Air Video“ für mein iPhone 3G. Mit dieser Software ist es möglich, Videomaterial in den unterschiedlichsten Formaten auf iOS-Geräten wiederzugeben. Unter anderem können auch .mkv-Videocontainer wiedergeben werden, welche sich durch ihre hohen Datenkompression auszeichnen. Der Vorteil bei der Verwendung liegt darin, dass durch die Kombination aus App und Server-Anwendung die Wiedergabe „on-the-fly“, also einer Codierung in Echtzeit möglich ist. Voraussetzung dafür ist eine entsprechend leistungsfähige Plattform. Daneben kann mittels der App eine (Vor-) Konvertierung vorgenommen werden und danach eine direkter Videostream abgerufen werden. Um ein funktionierendes System aufzusetzen, muss neben der Installation der App die Server-Anwendung auf einem Windows- oder Mac-Rechner installiert werden. Damit der Server von der App problemlos im lokalen Netzwerk (LAN) oder über das Internet (WAN) gefunden werden kann, muss der „Bonjour“-Dienst von Apple installiert sein. Falls die App über eine WAN-Verbindung ihre Daten senden soll, ist es eventuell notwendig einen Port in der Firewall (Host-System und/oder Router) freigeben werden. Optional kann ein Passwort zum Schutz vor unbefugten Benutzern vergeben werden. Eine nähere Beschreibung findet sich auf den Seiten des Entwickler-Teams.

Mein Fazit zur App:

Aufgrund des kleinen, niedrig auflösenden Displays des iPhone 3G habe ich die Software anfangs wenig benutzt. Mit meinem iPad hat sich dies jedoch geändert; ohne stressige Konvertierung des Videomaterials und ohne Synchronisierung über die iTunes-Software kann ich sämtliche Videos nun im lokalen Netzwerk mit Hilfe meines Notebooks oder über das Internet durch Kopplung mit meinem virtuellen Server schauen. Nachteilig ist nur der zusätzliche Stromverbrauch durch das Notebook. Beim virtuellen Server, welcher ja sowieso 24/7 in Betrieb ist, ergibt sich kein Nachteil. Nur die Performance kann durch die Videokonvertierung geschwächt werden.

Meiner Meinung nach ein tolle App, welche ihr Geld wert ist.

WordPress ohne Spam

Seit einiger Zeit bekomme ich jeden Tag ein paar Mails mit der Aufforderung, Kommentare freizugeben. Bei näherer Betrachtung wurde mir schnell klar, dass es sich  bei allen Einträgen um Spam-Kommentare handelt. Wie gut, dass gegen solch lästige Erscheinungen ein Plugin existiert, welches bereits bei der Installation von WordPress integriert ist. Um es zu aktivieren, habe ich heute einer kurze Registrierung auf der Website des Entwicklerteams vorgenommen. Nach Abschluss wurde mir ein Schlüssel zugesendet, welchen ich zum Abschluss der Freischaltung benötigt. Nun hoffe ich, dass zukünftig keine Spam-Kommentare mehr eingehen.

Social Networks… COMPLETED

Um die Präsenz in sozialen Netzwerken zu komplettieren, habe ich mich gestern bei LinkedIN angemeldet. Mein Profil habe ich noch nicht vervollständigt, dass werde ich aber in den kommenden Tagen nachholen. Das Template meiner Website bot schon seit dem Anfang der Nutzung die Möglichkeit eine URL einzufügen, nun wird diese auch ausgenutzt.

Zu finden ist mein Profil über folgende URL: http://de.linkedin.com/in/tobiasmuehlenkamp

Neue Anleitung… WebDAV und die sinnvolle Verwendung des Protokolls

Endlich! Nun ist das Plugin deinstalliert, der „Thumbnails“-Ordner auf dem Webspace gelöscht (beim Imagesizer nicht mehr notwendig, da im Cache gespeichert) und es läuft alles stabil. Alle Links wurden aktualisiert und eine Überprüfung sämtlicher Inhalte vorgenommen.

Nun aber zum eigentlichen Grund, welcher die komplette Aktion notwendig gemacht hat: Ich habe eine neue Anleitung zum Themenkomplex „WebDAV“ erstellt. Bei dem Artikel liegt der Fokus darauf, eine kleine Einführung in die Funktionalitäten des WebDAV-Protokolls zu bekommen. Danach wird eine kurze Präsentation des Onlinespeichers von 1und1 gegeben, wobei der Schwerpunkt auf eine Integration in den Windows Explorer als Netzlaufwerk liegt. Im Anschluss daran wird die Software „TeamDrive“ vorgestellt, welche eine sinnvolle Teamarbeit mit Hilfe eines Online-/Cloudspeichers über WebDAV-Protokoll ermöglicht.

Die Screenshots hatte ich schon vor einiger Zeit erstellt, wodurch sich für mich ein Problem ergibt: In der Zwischenzeit sind schon einige andere vielversprechende Entwicklungen vorangetrieben worden. Mit diesen werden ich mich in einem anderen Artikel beschäftigen, welcher zu einem späteren Zeitpunkt folgen wird. Aus diesem Grund sei gesagt, dass die Anleitung sich an diejenigen richtet, welche trotz der Begrenzungen von TeamDrive auf eine solche Lösung setzen möchten. Außerdem ist ein wenig Hintergrundwissen zu WebDAV für die kommenden Artikel sicherlich nicht schlecht…

Viel Spaß beim Lesen, ich freue mich auf zahlreiche Anfragen.

2012-03-webdav-1&1-online-office-teamdrive-gesichert.pdf

vorschau-webdav-1un1oo-teamdrive